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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth

Lehrstuhl für geographische Entwicklungsforschung: Professor Dr. Beate Lohnert

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Zucker Gruppe Forschung

Aktuelle Arbeitsbereiche und Projekte der AG Entwicklungsforschung

Das Team am Lehrstuhl für Geographische Entwicklungsforschung beschäftigt sich mit angewandten Fragen zu Entwicklungsfaktoren in Afrika südlich der Sahara und den damit verbundenen Auswirkungen auch auf Europa.


Im Folgenden sehen Sie zunächst die Projekte der Projektleiter und Antragstellerin Prof. Dr. Beate Lohnert. Danach werden die Projekte der AG Entwicklungsforschung aufgeführt, in denen die internen und externen Doktoranden inklusive der betreuten BIGSAS-Fellows mitarbeiten.

Projekte der Projektleiterin und Antragstellerin Prof. Dr. Beate Lohnert 

Die thematischen Schwerpunkte liegen in der angewandten Stadt- und Urbanisierungsforschung – hier insbesondere in der Untersuchung der Wohnraumfrage sowie Wohnumfeldforschung – und in den Bereichen der Land-Stadt-Migration, Fragen der Governance von Städten und Regionen, sowie in der ländlichen Regionalentwicklung insbesondere unter dem Einfluss der Globalisierung, Transformation und Entwicklung.

Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich mit Landnutzungsänderungen, Konflikten durch Flächenkonkurrenz und „land grabbing“ in Ostafrika sowie sich verändernden, lokalen Ernährungspraktiken unter dem Einfluss der Globalisierung in Äthiopien und „Local Economic Development Strategies“ in Ghana. Ernährungsversorgung und Lebenssicherung z.B. durch Mikrokredite und Strategien im Verwundbarkeitskontext  sowie neueste Forschungen zu Perzeption und Governance von Abfall wirken sich auf Mensch-Umwelt-Interaktion sowie die räumliche Ordnung in Großstädten ebenso wie in Mittelstädten (mid-sized cities) aus.

Projekte der AG Entwicklungsforschung

Die AG fokussiert Interkulturalität & Migration sowohl im afrikanischen Kontext anhand urbaner Mobilität und Wohnraumfinanzierung in informellen Siedlungen in Tansania als auch in Deutschland mittels regelmäßiger Studienprojekte (Lehrforschung). Gerade als angewandte Forschung im Entwicklungskontext wird ein verantwortungsbewusster Umgang zwischen Mensch, Gesellschaft und Umwelt betont.


Laufende Forschungsprojekte

​INNENMIGRATION: NACHBARSCHAFTSVEREINE UND DIE FOLGEN FÜR POLITISCHE TEILNAHME IN GHANAEinklappen
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2018– 2021
  • Projektmitarbeiter: John Ebotui Yajalin

Migration, ob innerhalb oder außerhalb der Staatsgrenzen, bleibt weiterhin ein wichtiges Thema, wenn es um die Entwicklungsdebatte weltweit geht. Während es eine ganze Fülle an Literatur über die Ursachen und sozioökonomische Folgen dieser Entwicklungen gibt, ist nur wenig über die Auswirkungen von Migration auf politische Partizipation bekannt. Besonders davon  betroffen sind Migranten, die in den Slums der Entwicklungsländer leben. Wichtige Forschungsfragen sind: Wie organisieren und fordern diese Entwicklungsarbeit auf lokaler Regierungs- und Staatsebene? Wie sehen die lokalen Organisationen in den Slums aus? Was für Kanäle werden von Migranten in den Slams benutzt, um Verbesserungen zu fordern?  Diese Kernfragen werden in der aktuellen Literatur bisher nicht behandelt. Meine Forschung weist darauf hin, dass mehr als die Hälfte vom städtischen Bevölkerungswachstum in Entwicklungsländern auf Binnenmigration zurückzuführen ist. Viele dieser Migranten landen in den Slums. Diese Studie strebt an, die Forschungslücke zu schließen, indem sie die Gründe für die Ansiedlungen in den städtischen Slums von Ghana untersucht und analysiert wie Migranten Entwicklung durch Nachbarschaftsvereine fördern können.

​​Chancen und Hemmnisse nachhaltiger Bioenergie und BiotreibstoffproduktionEinklappen
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2013 – 2018
  • Projektmitarbeiter: Fabian Schwarz. 

Projektbeschreibung 

In der Dissertation soll die Implementierung von Bioenergie- und Biotreibstoffproduktion aus Energiepflanzen in Uganda und Tansania untersucht werden. Dazu werden Case Studies in tansanischen und ugandischen Unternehmen durchgeführt. Daneben soll erforscht werden welche Akteure auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene Einfluss auf den stockenden Implementierungsprozess nehmen. Ziel ist es auf der einen Seite nachhaltige Unternehmensmodelle zu identifizieren, die verantwortungsvoll mit potentiellen Konflikten wie „land grabbing“ und „food security“ umgehen. Auf der anderen Seite sollen in einer vergleichenden Analyse zentrale Hemmnisfaktoren des stockenden Gesetzgebungsprozesses der beiden Staaten im Bereich Bioenergie und Biotreibstoff herausgearbeitet werden.

​THE GOVERNANCE OF LOCAL ECONOMIC DEVELOPMENT IN GHANABENEDICT ARKOEinklappen
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2015– 2018
  • Projektmitarbeiter: Benedict Arko

Projektbeschreibung 

The study explores development as a process of translation within actor-networks. This is
done by examining the translation and adaptation of discourses of local economic
development from the epistemic and practice communities of the global north to a regional or
local setting in the south. The burgeoning practice of local economic development in sub-
Sharan Africa and the paucity of the research of the subject in the region provides an
opportunity to deepen understanding and break new frontiers of knowledge on development
as an exercise in translation. The study therefore explores the potential of translation theory
as conceptualized by Michel Callon combined with Anthony Giddens’ structuration theory to
contribute to the knowledge in this domain. Taking a cue from the call by proponents to use
empirical case studies to deepen understanding of this ‘black box’ of local economic
development in the context of localities in sub-Saharan Africa, the study takes the case of the
first two districts to implement the very first local economic development intervention in
Ghana known as the Ghana Decent Work Programme implemented on the initiative of the
International Labour Organization from 2003 to 2009.


Abgeschlossene Forschungsprojekte

​​Food – Space and Society: Changing food consumption practices in the mid-sized city context of EthiopiaEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel: ​Food – Space and Society: „Changing food consumption practices in the mid-sized city context of Ethiopia – the case study Mek’ele“
  • Projektleiterin:  Prof. Beate Lohnert
  • Projektdauer: 2013 – 2018
  • Projektmitarbeiter: Barbara Degenhart M.A. 
  • Geldgeber: BIGSAS

Projektbeschreibung

Die Dissertation beschäftigt sich mit urbanen Ernährungssystemen in Äthiopien. Ziel der Arbeit ist es die Organisation der urbanen Nahrungsmittelversorgung und die damit verbundenen value chains von Mittelstädten zu analysieren. Anhand von zwei case studies, Bahir Dar und Mekele, sollen coping strategies aufgezeigt werden, die zur Regionalentwicklung, Verbesserung der urbanen Ernährungssicherheit und Livelihoods beitragen können.

​Finanzierungsstrat. urb. Marginalgruppen & Potentiale der Mikrofinanzierung in Afrika südlich der SaharaEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel: Finanzierungsstrategien urbaner Marginalgruppen und Potentiale der Mikrofinanzierung in Afrika südlich der Sahara - Perspektive: Von Mikrofinanzgruppen ausgeschlossene Personen
  • Projektleiterin: Beate Lohnert, Christoph Koch
  • Projektdauer: 2014 2015
  • Projektnummer: LO 628/10-2
  • Projektmitarbeiter: Christoph Koch M.A. sowie GEFA-Studierende
  • Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektbeschreibung

Sozialkapital spielt als Teil der Lebenshaltungsstrategie für die Bevölkerung in Städten südlich der Sahara eine zentrale Rolle. Mikrokredite wirken sich (wie im bisherigen Forschungsprojekt untersucht) nicht nur auf das Sozialkapital aus, sondern fehlendes Sozial- und Humankapital kann eine Zugangshürde für potentielle Kleinkreditkunden darstellen.

Übergeordnetes Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf der Grundlage einer integrierten Analyse, die Verflechtungen zwischen Sozialkapital und Kreditzugang sowie Strategien zur Lebenshaltungsfinanzierung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu ergründen. Bisher wurden Mikrokredite als Strategie zur Wohnraumverbesserung analysiert sowie der soziale Zusammenhalt im Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Gruppendruck innerhalb unterschiedlicher Kleinkreditgruppen untersucht.
Das Fortsetzungsprojekt möchte dies um eine ‚Außenperspektive‘ auf den Mikrokreditansatz erweitern, indem speziell Personen ausfindig gemacht und befragt werden sollen, die in keiner Kreditgruppe sind. Um den Vergleich und die Anschlussfähigkeit mit den bisherigen empirischen Untersuchungen sicherzustellen, sollen in den bekannten Untersuchungsgebieten Interviews mit finanziell exkludierten Anwohnern geführt werden. Bei der quantitativen Erhebung sollen auch GEFA-Studierende im höheren Semester einbezogen werden (Diese erhalten die Möglichkeit eine eigene Abschlussarbeit zum Thema zu schreiben). Ziel ist es herauszufinden, weshalb - trotz Mikrokreditangeboten in räumlicher Nähe - bestimmte Bevölkerungsteile (ggf. freiwillig) nicht Mitglieder in Mikrofinanzgruppen werden sowie welche Rolle Sozialkapital dabei spielt. 

Finanz. v. Wohnraum für urb. Marginalgr. & Potentiale d. Mikrofinanz. für eine nachhaltige Slum-SanierungEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel:​ Finanzierung von Wohnraum für urbane Marginalgruppen und Potentiale der Mikrofinanzierung für eine nachhaltige Slum-Sanierung am Beispiel von Dar es Salaam, Tansania
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2010 – 2015 
  • Projektnummer: LO 628/10 
  • Projektmitarbeiter: Christoph Koch M.A. 
  • Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Projektbeschreibung

Das Städtewachstum in subsaharischen Ländern führt zu einer Wohnbaukrise nicht nur in Dar es Salaam. Gleichzeitig sind Mikrofinanz-Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit vieldiskutiert und zunehmend verbreitet – ebenfalls (neuerdings verstärkt) im Bereich der Wohnbauverbesserung. Mikrofinanz scheint der „en vogue“ Lösungsansatz der Entwicklungs-zusammenarbeit weltweit zu werden, spätestens seit die Vereinten Nationen 2005 das Jahr des Mikrokredites ausgerufen haben und Muhammad Yunus, der Gründer des Grameen Bank Programmes für seine Bemühungen in ländlichen Regionen in Bangladesch den Friedensnobelpreis erhalten hat. Inzwischen sind ähnliche Ansätze weit über den indischen Subkontinent hinaus verbreitet und NGOs wie Mikrofinanzorganisationen entwarfen verschiedene Konzepte. Während diese in südamerikanischen und euroasiatischen Ländern sehr große wirtschaftliche Erfolge erzielen konnten, können die Ergebnisse nicht auf afrikanische Länder übertragen werden. Dort bestehen traditionelle und/oder informelle Spar- und Kreditgruppen (UPATUs, ROSCAs, SACCOs) weiterhin neben offiziellen Mikrofinanz(bank)angeboten.

Daher ist es interessant zu fragen, wie Tansanier ihrerseits die persönlichen Chancen und Herausforderungen im Mikrofinanzsektor bewerten. Welche Angebote sie bevorzugen und warum sie häufig – wie vorausgehende Untersuchungen gezeigt haben – mehrere Mikrokreditmöglichkeiten gleichzeitig nutzen. Gerade in den Städten ermöglichen verschiedene Angebote den Kunden eine Auswahl im Finanzsektor.

Gleichzeitig haben wir im städtischen Kontext weniger traditionell-kulturelle Einflüsse innerhalb der Spar- und Kreditgruppen dafür aber vermutlich andere Formen der Kontrolle, um das Vertrauen zwischen Einlegern und Schuldnern sicher zu stellen. Diese und die Auswirkungen auf die sozialen Netzwerke und Vulnerabilität der Schuldner, besonders das Sozialkapital von Hausinvestoren, stellen den Rahmen der Untersuchung dar.
Die Forschungsergebnisse anderer Mitglieder der Forschungsgruppe bezüglich Finanzierung von Unterkünften von Marginalgruppen werden aufgegriffen und dadurch sollen die Auswirkungen und die Nachhaltigkeit von speziellen (Mikro-)Wohnraumfinanzprogrammen langfristig beobachtet werden.

Der gewählte integrative Forschungsansatz zu sozialen Netzwerken und zum Lebensunterhalt wird speziell den Sozialkapital-Beziehungen nachgehen. Dazu werden unterschiedliche Fragebögen eingesetzt und Experteninterviews, narrative Gespräche ebenso wie vertiefende Interviews mit Mitarbeitern des Mikrofinanzsektors, mit Klienten der Spar- und Kreditgruppen sowie formellen und informellen Institutionen durchgeführt und ausgewertet. Gruppendiskussionen und materialgestützte Interviewformen („participatory mapping“; Einsatz von Rankings und Satellitenbildern) runden die Methodologie ab.

Diercke Spezial: Subsharisches Afrika (Buchprojekt)Einklappen
  • Projektleiterin: Beate Lohnert
  • Projektdauer: 2014
  • Projektmitarbeiter: Fabian Schwarz und Christoph Koch

Projektbeschreibung

Es sind oft die "Bad News"; mit denen das Afrika südlich der Sahara in den Medien vertreten ist: Hunger, Dürre, AIDS, Kriege und Konflikte. Informationen über die reiche Geschichte der "Wiege der Menschheit" oder über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Erfolge bleiben in den Berichten meist unerwähnt. Doch wie wird Afrika heute regiert? Welche Probleme bringt die Landwirtschaft in diesem naturräumlich so heterogenen Raum mit sich, wo sind die innovativen und eigenen Lösungsmöglichkeiten für die Ernährungssicherung abseits von Genmais und industrieller Produktion? Einige Staaten Afrikas weisen Wirtschaftswachstumsraten auf, von denen wir in Deutschland nur träumen können - was hat es damit auf sich und wie ist die Bevölkerung daran beteiligt? Neben all diesen Themen ist schließlich auch die Frage nach dem warum und dem wie von Entwicklungszusammenarbeit ein weiterer Schwerpunkt des Bandes.

​Waste Management in Mid-sized Cities in Southern AfricaEinklappen
  • Projektleiter: Beate Lohnert, Fred Krüger
  • Projektdauer: 2011 – 2014
  • Projektmitarbeiter: Jens Künster, Christoph Haferburg

Projektbeschreibung

Müll-Entsorgung sowie Müll-Aufbereitung sind ein relevantes Beispiel aus den Breichen Stadt-Management & Infrastruktur-Versorgung in Entwicklungsländern. Das Thema ist von zentraler, praktischer Bedeutung in der Entwicklungszusammenarbeit.

​Workshop: Microfinance groups in EastafricaEinklappen
  • Projektleiter: Christoph Koch, Beate Lohnert
  • Projektdauer: 2015
  • Projektmitarbeiter: Christoph Koch, Beate Lohnert
  • Geldgeber: DFG (Workshop-Modul)

Projektbeschreibung

In einem DFG-geförderten Workshop mit internationalen Referenten wurden aktuelle Forschugnserkenntnisse vorgestellt und mit zentralen Akteuren des Mikrofinance-Sektors (Banken, NGOs, Spar-und-Kredit-Kooperativen sowie Dachorganisationen) diskutiert.

​Conflict of Interests, Narraves of Entlement and Power Posions among Actors over Nech Sar Naonal Park, EthiopiaEinklappen
  • Projektbetreuerin: Beate Lohnert
  • Projektdauer: 2010 – 2013
  • Projektmitarbeiter: Asebe Debelo
  • Geldgeber: BIGSAS

Projektbeschreibung

Issues of participatory development have become common discourses among nation states, multinational corporations, and international institutions working in development areas. While nation states and multinational corporations use the concept as a rhetoric tool for legitimacy, others pursue it as a mechanism of exerting influence on the former. In Ethiopia’s context, the national political discourse ostensibly claims decentralization and empowerment of local stakeholders and their active participation in development activities. While the policy directives encouraging active involvement of local communities in decision making processes on matters that affect their livelihood are altruistic, its effectiveness strongly depends on genuine participation and empowerment of the communities concerned. Taking ecotourism and local communities’ participation in southern Ethiopia as a case study, this project tries to assess compatibilities between the rhetoric of participatory development and its practical implementation. It will also investigate the perception of different actors about development and participation. Using critical ethnographic methodology and extended case method, the project tries to deconstruct the conventional development paradigm that purports a top-down perspective in development endeavours.  

​Environmental Governance in GhanaEinklappen
  • Projektbetreuerin: Beate Lohnert
  • Projektdauer: 2010 – 2013
  • Projektmitarbeiter: Peter Narh
  • Geldgeber: BIGSAS
​Mikrofinanzierung in AfrikaEinklappen
  • Projektdauer: 2009, 2010 – 2013
  • Projektmitarbeiter: Christoph Koch, Christiane Rudic, Johannes Flosbach

Projektbeschreibung

Challenges of contemporary environmental governance present significant implications for national and sub-national economies in Africa and occupy the core of development studies. Drawing from this, the doctoral thesis explores the dynamics of interplays between institutions at the community level and how these structure the preferences and behaviours of individual actors towards the natural environment. It attempts to explain ways in which the actions of institutionally structured actors influence aggregate environmental outcomes, and concurrently how such actions shape the ongoing evolution of these same institutions.

Primarily, it is a qualitative research with a cross-sectional design, and conducted in the Dormaa traditional area in Ghana. The research engages and contributes to debates in the social sciences about how various institutional domains shape micro-level environmental governance and management.  

​Wohnungsmarktintegration von Migranten: Das Beispiel der autonomen Region Murcia in SpanienEinklappen
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2005 – 2009 
  • Projektnummer: LO 628/ 8, 1-3 
  • Projektmitarbeiter: Dr. Sarah Meier 
  • Geldgeber: DFG 

Projektbeschreibung

Afrikanische, lateinamerikanische und osteuropäische Arbeitsmigranten auf der iberischen Halbinsel leben mehrheitlich in Wohnverhältnissen, die deutlich unter dem Wohnstandard der autochthonen Bevölkerung zurückbleiben. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen bereits vorhandene Erklärungsansätze für die inadäquate Wohnsituation von Migranten aus Entwicklungs- und Transformationsländern zusammengeführt, erweitert und an die Situation der südeuropäischen Einwanderungsländer angepasst werden. Auf dieser Grundlage soll vor dem Hintergrund steigender Zuwanderungszahlen, damit einhergehender zunehmender Vorurteilsbildung und sich zuspitzender Konfliktlagen zwischen Migranten und Einheimischen ein Analyserahmen zur Erklärung der Bedeutung von Wohnverhältnissen für die Konsolidierung und soziale Integration von Migranten im Aufnahmeland entwickelt werden. Die Wohnsituation von Migranten als ein Basispfeiler für soziale Integration und dem mit dem Zuzug der Einwanderer verbundenen sozialräumlichen Veränderungsprozessen im städtischen und dörflichen Gefüge der Aufnahmegesellschaft wurde bisher sowohl in der Wohnungs- als auch in der Integrationspolitik kaum Rechnung getragen. In diesem Sinne soll das Forschungsprojekt auch dazu beitragen, wichtige wohnungs- und integrationspolitische wie auch -strategische Leitlinien zu entwickeln. 

Potentiale unterschied. Ansätze zur Wohnraumversorgung urb. MarginalgruppenEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel: Potentiale unterschiedlicher Ansätze zur Wohnraumversorgung urbaner Marginalgruppen am Beispiel Addis Abeba /Äthiopien
  • Projektleiter: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2005  ​2009 
  • Projektnummer: LO 628/9, 1-3 
  • Projektmitarbeiter: Regina Fein 
  • Geldgeber: DFG

Projektbeschreibung

In den Metropolen Afrikas hat die enorme Zuwachsrate der Stadtbevölkerung im Zuge der massiv einsetzenden Verstädterung seit den 60er Jahren zu einer Nachfrage nach Wohnraum geführt, die weder durch das Angebot auf dem freien Wohnungsmarkt noch durch Intervention der öffentlichen Hand befriedigt werden konnte. Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf der Grundlage einer integrierten Analyse des Problemkomplexes der urbanen Wohnungskrise eine Bewertung der derzeitigen Strategien der Wohnungspolitik in Addis Abeba unter besonderer Berücksichtigung marginalisierter Bevölkerungsgruppen und unter Einbezug der gesamtgesellschaftlichen politischen, sozioökonomischen und kulturellen Einflussfaktoren vorzunehmen. Darauf aufbauend sollen aus dem Beispiel Addis Abebas mittels eines Indikatorenkatalogs Strategiekonzepte zur Wohnraumversorgung urbaner Marginalgruppen unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen abgeleitet werden, die auf andere Städte im subsaharischen Afrika übertragen werden können.

Ethnische Unternehmen in Stuttgart (Geographisches Institut, Universität Stuttgart)Einklappen
  • Projektdauer: 2003
​Land-Stadt-Verflechtungen als Überlebenssicherungssystem in EntwicklungsländernEinklappen
  • Projektleiterin: Prof. Dr. Beate Lohnert 
  • Projektdauer: 2002 2008 
  • Projektnummer: LO 628/7, 1-2 
  • Geldgeber: DFG 

Projektbeschreibung

Die starken sozialräumlichen Interaktionszusammenhänge zwischen städtischen und ländlichen Räumen in Südafrika stellen für viele verwundbare Bevölkerungsgruppen in den Städten und auf dem Land einen zentralen Aspekt der Überlebenssicherung dar. Die Überlebenssicherungssysteme bauen auf der translokalen sozialen Vernetzung der Akteure auf. Nachdem die Arbeiten zur Untersuchung der sozialräumlichen Beziehungen auf der Ebene der translokalen Organisation von Haushalten abgeschlossen sind, steht nun die Analyse der sozialen Mechanismen und der Dynamik innerhalb der informellen Migrantennetzwerke in der Stadt (Amakhaya-Groups) im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses der vertiefenden Folgeuntersuchungen. Die Amakhaya-Groups werden als translokales Phänomen und als Substruktur einer den Flächenraum übergreifenden Gemeinschaft (translokale Community) verstanden und in ihrer Bedeutung für die Stabilisierung der sozialräumlichen Verflechtung zwischen Land und Stadt untersucht.

Die Einbindung des Konzepts des "sozialen Kapitals" und neuerer Netzwerkansätze in den Verwundbarkeitsansatz soll dazu beitragen, eine translokale Perspektive für die Verwundbarkeitsforschung zu begründen. Die Translokalität der Lebenszusammenhänge verwundbarer, hoch mobiler und sozialräumlich vernetzter Gruppen wurde bisher in der Entwicklungspolitik und -planung weitgehend außer Acht gelassen, daher dient dieses Forschungsprojekt durch die praxisrelevante Einbindung in einen intensiven Dialog mit südafrikanischen Institutionen auch der Weiterentwicklung entwicklungspolitischer Leitlinien.

​Segregation und Integration von Migranten im Rahmen sozialer StadtplanungsprojekteEinklappen
  • Projektdauer: 2000

​Methodenprojekt: Einsatz von hochauflösenden Luftbildern zur partizipativen Erfassung sozialer NetzwerkeEinklappen
  • Projektdauer: 1997

Sektorkoord. "Dürren & Ernährungssicherung" & deut. Beitrag zum 1. UN-Weltverwundbarkeitsber. Naturkatastroph.Einklappen
  • Vollständiger Projekttitel: Sektorkoordination "Dürren und Ernährungssicherung" und Formulierung des deutschen Beitrages zum ersten UN-Weltverwundbarkeitsbericht Naturkatastrophen
  • Projektdauer: 2001
  • Geldgeber: Auswärtiges Amt
​Obdachlosigkeit in Osnabrück, Münster und BremenEinklappen
  • Projektdauer: 2000  2002
Ursachen und Auswirkungen von Migrationsprozessen in die urbanen Zentren SüdafrikasEinklappen
  • Projektdauer: 1999 – 2000
  • Geldgeber: DFG Schwerpunktprogramm: Mensch und Globale Umweltveränderungen
Projekt zur Evaluation von Studium und LehreEinklappen
  • Projektmitarbeiter: Universität Osnabrück, Zentrale Evaluationsagentur der niedersächsischen Hochschulen
  • Projektdauer: 1998
​Binnenmigrationsprozesse in SüdafrikaEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel: Binnenmigrationsprozesse in Südafrika. Ursachen von Verwundbarkeit gegenüber Umweltveränderungen im ländlichen Raum der Eastern Cape Province und der Metropolitanregion Kapstadt
  • Projektdauer: 1997  1998
  • Geldgeber: DFG-Schwerpunktprogramm: Mensch und Globale Umweltveränderungen
​Herkunft, intra-urbane Migrationsmuster & Konsolidierungsgrad von Squatterhaushalten in KapstadtEinklappen
  • Vollständiger Projekttitel: ​Herkunft, intra-urbane Migrationsmuster und Konsolidierungsgrad vno Squatterhaushalten im Metropolitangebiet Kapstadt am Beispiel unterschiedlich strukturierter Squattersiedlungen
  • Projektdauer: 1997
  • Geldgeber: DFG

Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Beate Lohnert

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