Abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte seit 1997
seit 2005
Potentiale unterschiedlicher Ansätze zur Wohnraumversorgung urbaner Marginalgruppen am Beispiel Addis Abeba /Äthiopien (DFG)
In den Metropolen Afrikas hat die enorme Zuwachsrate der Stadtbevölkerung im Zuge der massiv einsetzenden Verstädterung seit den 60er Jahren zu einer Nachfrage nach Wohnraum geführt, die weder durch das Angebot auf dem freien Wohnungsmarkt noch durch Intervention der öffentlichen Hand befriedigt werden konnte. Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf der Grundlage einer integrierten Analyse des Problemkomplexes der urbanen Wohnungskrise eine Bewertung der derzeitigen Strategien der Wohnungspolitik in Addis Abeba unter besonderer Berücksichtigung marginalisierter Bevölkerungsgruppen und unter Einbezug der gesamtgesellschaftlichen politischen, sozioökonomischen und kulturellen Einflussfaktoren vorzunehmen. Darauf aufbauend sollen aus dem Beispiel Addis Abebas mittels eines Indikatorenkatalogs Strategiekonzepte zur Wohnraumversorgung urbaner Marginalgruppen unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen abgeleitet werden, die auf andere Städte im subsaharischen Afrika übertragen werden können.
seit 2005
Wohnungsmarktintegration von Migranten: Das Beispiel der autonomen Region Murcia in Spanien (DFG)
Afrikanische, lateinamerikanische und osteuropäische Arbeitsmigranten auf der iberischen Halbinsel leben mehrheitlich in Wohnverhältnissen, die deutlich unter dem Wohnstandard der autochthonen Bevölkerung zurückbleiben. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen bereits vorhandene Erklärungsansätze für die inadäquate Wohnsituation von Migranten aus Entwicklungs- und Transformationsländern zusammengeführt, erweitert und an die Situation der südeuropäischen Einwanderungsländer angepasst werden. Auf dieser Grundlage soll vor dem Hintergrund steigender Zuwanderungszahlen, damit einhergehender zunehmender Vorurteilsbildung und sich zuspitzender Konfliktlagen zwischen Migranten und Einheimischen ein Analyserahmen zur Erklärung der Bedeutung von Wohnverhältnissen für die Konsolidierung und soziale Integration von Migranten im Aufnahmeland entwickelt werden. Die Wohnsituation von Migranten als ein Basispfeiler für soziale Integration und dem mit dem Zuzug der Einwanderer verbundenen sozialräumlichen Veränderungsprozessen im städtischen und dörflichen Gefüge der Aufnahmegesellschaft wurde bisher sowohl in der Wohnungs- als auch in der Integrationspolitik kaum Rechnung getragen. In diesem Sinne soll das Forschungsprojekt auch dazu beitragen, wichtige wohnungs- und integrationspolitische wie auch –strategische Leitlinien zu entwickeln.
2003
Ethnische Unternehmen in Stuttgart (Geographisches Institut, Universität Stuttgart)
seit 2002
Land-Stadt-Verflechtungen als Überlebenssicherungssystem in Entwicklungsländern (DFG)
Die starken sozialräumlichen Interaktionszusammenhänge zwischen städtischen und ländlichen Räumen in Südafrika stellen für viele verwundbare Bevölkerungsgruppen in den Städten und auf dem Land einen zentralen Aspekt der Überlebenssicherung dar. Die Überlebenssicherungssysteme bauen auf der translokalen sozialen Vernetzung der Akteure auf. Nachdem die Arbeiten zur Untersuchung der sozialräumlichen Beziehungen auf der Ebene der translokalen Organisation von Haushalten abgeschlossen sind, steht nun die Analyse der sozialen Mechanismen und der Dynamik innerhalb der informellen Migrantennetzwerke in der Stadt (Amakhaya-Groups) im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses der vertiefenden Folgeuntersuchungen. Die Amakhaya-Groups werden als translokales Phänomen und als Substruktur einer den Flächenraum übergreifenden Gemeinschaft (translokale Community) verstanden und in ihrer Bedeutung für die Stabilisierung der sozialräumlichen Verflechtung zwischen Land und Stadt untersucht. Die Einbindung des Konzepts des „sozialen Kapitals“ und neuerer Netzwerkansätze in den Verwundbarkeitsansatz soll dazu beitragen, eine translokale Perspektive für die Verwundbarkeitsforschung zu begründen. Die Translokalität der Lebenszusammenhänge verwundbarer, hoch mobiler und sozialräumlich vernetzter Gruppen wurde bisher in der Entwicklungspolitik und – planung weitgehend außer Acht gelassen, daher dient dieses Forschungsprojekt durch die praxisrelevante Einbindung in einen intensiven Dialog mit südafrikanischen Institutionen auch der Weiterentwicklung entwicklungspolitischer Leitlinien.
seit 2000
Segregation und Integration von Migranten im Rahmen sozialer Stadtplanungsprojekte
seit 1997
Methodenprojekt: Einsatz von hochauflösenden Luftbildern zur partizipativen Erfassung sozialer Netzwerke
2001
Sektorkoordination "Dürren und Ernährungssicherung" und Formulierung des deutschen Beitrages zum ersten UN-Weltverwundbarkeitsbericht Naturkatastrophen (Auswärtiges Amt)
2000-02
Obdachlosigkeit in Osnabrück, Münster und Bremen
1999 - 2000
Ursachen und Auswirkungen von Migrationsprozessen in die urbanen Zentren Südafrikas (DFG Schwerpunktprogramm: Mensch und Globale Umweltveränderungen)
1998
Projekt zur Evaluation von Studium und Lehre (Universität Osnabrück, Zentrale Evaluationsagentur der niedersächsischen Hochschulen)
1997 - 1998
Binnenmigrationsprozesse in Südafrika. Ursachen von Verwundbarkeit gegenüber Umweltveränderungen im ländlichen Raum der Eastern Cape Province und der Metropolitanregion Kapstadt (DFG- Schwerpunktprogramm: Mensch und Globale Umweltveränderungen)
1997
Herkunft, intra-urbane Migrationsmuster und Konsolidierungsgrad von Squatterhaushalten im Metropolitangebiet Kapstadt am Beispiel unterschiedlich strukturierter Squattersiedlungen (DFG)